Früherkennung von kardialen Auffälligkeiten mit Omegawave – ein Fallbeispiel

Kürzlich haben wir uns mit einem unserer Kunden aus Oslo zusammengesetzt, um seine bemerkenswerte Erfahrung mit Omegawave zu besprechen. Als Polizist angestellt in leitender Position und schon seit frühen Jahren wettkampfmäßig aktiv im Skilanglauf und Orientierungslauf, sollte der Einsatz von Omegawave vor allem dem persönlichen Stressmanagement dienen. Schlussendlich haben die gesammelten Omegawave-Daten jedoch vor allem dazu geführt, einen gravierenden Herzfehler aufzudecken.

Omegawave: Wie erfuhren Sie von Omegawave?

Ein Freund und Nutzer von Omegawave hier in Norwegen hat mir davon erzählt. Er ist als Trainer tätig und nutzt das professionelle System von Omegawave bereits seit Jahren.

OW: Können Sie mehr über Ihr Messungsverfahren erzählen: Wann messen Sie (morgens/nachmittags); wie oft pro Woche?

Ich messe hauptsächlich am Morgen, bevor ich zur Arbeit gehe. Die Häufigkeit der Messungen ändert sich jedoch oft: Manchmal messe ich drei bis vier Mal pro Woche, dann gibt es wieder Wochen, wenn ich nur einmal messe.

Im Großen und Ganzen versuche ich jedoch, stets dasselbe Morgenverfahren einzuhalten, so dass die Rahmenbedingungen für die Messungen immer so ähnlich wie sind möglich und ich somit immer vergleichbare Daten erhalte.

OW: Welche Ergebnisse hat Ihnen Omegawave genau geliefert, die Sie zum Nachdenken angeregt haben?

Im Januar 2017 hatte ich häufig sehr schlechte Messergebnisse, zu sehen im Fenster der Trainierbarkeit, dass in der Omegawave-Applikaiton zu sehen ist. Die Fester waren oft im roten Bereich. Daraufhin haben ich mich mit meinem Freund und Trainer in Verbindung gesetzt, der schon seit längeren das Omegawave Coach+ System nutzt. Über das System konnten meine Messdaten eingespielt werden mit dem Ziel meine gesammelten EKG und die jeweiligen Herzratenvariabilitäts (HRV)-Daten darzustellen.

Die Rohdatenansicht hat auf einen Blick Auffälligkeiten im EKG erkennen lassen. Ich habe mich daraufhin dazu entschlossen, mich direkt an Omegawave zu wenden. Ich konnte somit weitere hilfreiche Aufschlüsse gewinnen, die letztendlich dazu geführt haben, dass ich einen mit den Daten in der Hand einen Herzspezialisten aufgesucht habe.

OW: Was wurde diagnostiziert?

Zunächst habe ich die Omegawave EKG- und HRV-Rohdaten zwei Herzspezialisten gezeigt. Die Daten waren für die Ärzte relativ leicht zu interpretieren und nach weiteren Tests und Untersuchen bekam ich dann die Diagnose, dass die aufgezeichneten Herzrhythmusstörungen Konsequenz eines Vorhofflimmerns sind.

Die medizinische Konsequenz war eine kleine Herzoperation, welche dieses Jahr durchgeführt wurde. Bis jetzt scheint alles gut zu sein!

Unten im Bild sind die Omegawave-Daten zu sehen, die mich dazu bewegt haben weiterer Hilfe aufzusuchen.

Abbildung 1: Schlechte kardiale Ergebnisse gezeichnet durch signifikante Herzrhythmusstörungen (Erklärung der Graphiken am Ende des Interviews)

OW: Wie verläuft Genesungsphase bisher und sind Sie bereits zurück im normalen Training?

Nach dem Eingriff fing ich mit sehr leichtem Training ein bis vier Mal pro Wochen an. Die Regernation schritt jedoch rasch voran und mittlerweile in meinem normalen Trainingsalltag. Ich vermeide es jedoch immer noch hochintensives Intervall-Training durchzuführen. Die Herzspezialisten haben mir empfohlen, mindestens noch 3-4 Monate zu warten, bevor ich intensive Trainingsakttätigkeiten wiederaufnehmen kann.

Vielen Dank, dass Sie diese persönlich und private Geschichte mit uns geteilt haben! Wir hoffen, dass Sie so schnell wie möglich zu Ihrem normalem Leben und Trainingsalltag zurückkehren können und wünschen Ihnen alles Gute für die Zukunft.


 

Interpretationshilfen zu verschiedenen Omegawave-Messungen

Omegawave Coach+ erlaubt es, die EKG- und HRV-Rohdaten darzustellen für eine weitergehende Analyse des funktionellen Zustandes des kardialen Systems. In den folgenden Grafiken soll dies weiter erläutert werde.

In Streudiagramm unten (Abbildung 2) ist in der Punktwolke eine symmetrische Verteilung der Datenpunkte in elliptischer Form zu erkennen (innerhalb des grünen Normbereiches). Gepaart mit einer symmetrischen Darstellung der HRV-Daten in Pyramidenform im Histogramm, weißt dies auf eine ausgeglichene HRV hin. Im Rhythmogramm ist zudem eine gesunde Sinusarrhythmie ablesbar, gezeichnet durch das wellenförmige Auf- und Ab der Zeitintervalle von Herzschlag zu Herzschlag (RR Intervalle). Zum Verständnis: jeder vertikale schwarze Balken bezeichnet genau den zeitlichen Abstand (in Sek.) von einem Herzschlag auf den nächsten.

Abbildung 2: Gute Messung im Ruhezustand mit ausgeglichener HRV

Ist andererseits eine sehr dichte Punktwolke im Streudiagramm, ein langer Balken im Histogramm und eine vermissende Sinusarrhythmie im Rhytmogramm zu erkennen, kann man auf eine niedrige HRV schließen. Dies bedeutet, dass der Herzschlag sehr monoton ist. In diesem Fall spricht man von deiner Dominanz des Sympathikus bzw. Unteraktivität des Parasympathikus. Das kardiale System ist gestresst.

Zum Verständnis: Sympathikus und Parasympathikus bilden zwei Hauptkomponenten des vegetativen bzw. autonomen Nervensystems. Sie wirken als Gegenspieler einander ergänzend und ermöglichen somit eine feine Steuerung der Organe, wie zum Beispiels des Herzens.

Abbildung 3: Beispiel einer niedrigen HRV – das kardiale System ist gestresst

Ist die Punktwolke im Streudiagramm sehr breit, die Balken im Histogramm sehr niedrig und auf die Breite verteilt und gibt es kein eindeutiges Muster im Rhythmogram, so spricht man von einer hohen HRV. Dies bedeutet, dass der Herzschlag sehr variabel ist. In diesem Fall spricht man von deiner Dominanz des Parasympathikus bzw. Unteraktivität des Sympathikus. Regenerative Prozesse sind noch nicht abgeschlossen.

Abbildung 4: Beispiel einer hohen HRV – das kardiale System ist noch nicht komplett regeneriert

Schlussendlich bietet das Omegawave Coach+ System die visuelle Darstellung des EKG-Signals.  Dies ermöglicht eine genaue Analyse des kardialen Systems. Das geschulte Auge kann somit verschiedene Herzrhythmusstörungen erkennen, welche mittels reiner HRV-Analyse ansonsten nicht zu identifizieren wären. Sollte es Auffälligkeiten im EKG geben, sollte stets medizinische Beirat herangezogen werden.