Bewegung, Ernährung, Regeneration und Reflexion – Interview mit Thomas Korompai vom R1 Sportsclub

[Als Geschäftsführer und deutschlandweit anerkannter Personal Trainer schlägt Thomas mit dem  R1 Sportsclub die Brücke zwischen Therapie und Training.]

Wie habt ihr Omegawave im R1 Sportsclub integriert?

Thomas Korompai: Omegawave ist fester Bestandteil unserer Trainer-Ausbildung. Das ist wichtig, weil wir immer öfter feststellen, dass die Leute dem Thema Fluid Periodization (dynamische, sich täglich anpassende Periodisierung) gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Dieser trainingsmethodische Ansatz gewinnt zunehmendes Interesse unter unseren Trainern und auch Trainierenden und kann mithilfe von Omegawave gut in die Praxis umgesetzt werden.

Generell lernen alle unsere Kunden Omegawave kennen. Wir haben zwei Omegawave-Sets für unsere Einrichtung in München und in Starnberg und nutzen diese zusammen mit einem Omegawave Coach iPad System. Eine Omegawave-Messung wird beim ersten Training stets mit durchgeführt. Die Messung dient quasi als Screening und eröffnet den Trainierenden zusätzlich einen ersten Zugang zur Thematik der optimierten Trainingsgestaltung, die unter anderem via Herzratenvariabilitätsanalyse (HRV) gesteuert werden kann. Wir erfassen mit dem System zudem auch gleich die individuellen Herzfrequenzzonen, da diese die Grundlage für unseren späteren Stufentest bilden.

Wir bieten Omegawave außerdem in einem Paket mit 20 Messungen an. Eine Messung wird dann in jede Personal-Training-Einheit integriert. Grundsätzlich stößt dieses Paket auf positive Resonanz, da die Leute einfach immer mehr über sich erfahren wollen. Hier helfen die Omegawave-Daten auf jeden Fall weiter.

Vor allem Menschen, die im Alltag stark gefordert sind, finden das System sehr ansprechend. Das sind Leute, die täglich nur 5-6 Stunden schlafen, in Führungspositionen arbeiten, voll unter Strom stehen im Beruf und gerne mehr über sich selbst erfahren möchten, um mit dem Alltagsstress besser klarzukommen. Diese Leute wissen eigentlich auch, dass immer nur Gas geben nicht funktioniert und dass sie auch mal einen Gang herunterschalten müssen. Wir arbeiten also weniger mit Hochleistungssportlern, sondern eher mit High-Performern des alltäglichen Lebens zusammen. Zusätzlich beziehen wir sogar eine Diplom-Psychologin bei der Analyse der Daten mit ein, die uns mit ihrer Expertise in Bezug auf die Omegawave-Daten in einzelnen Fällen berät.

Wir coachen sehr ganzheitlich mit dem Fokus auf vier Kernbereiche: Ernährung, Bewegung, Regeneration und Reflexion, also der mentalen Widerstandsfähigkeit. Wir beschäftigen uns daher sehr genau mit der Ursache der möglichen Erschöpfung einer Person. Zeigen die Omegawave-Messungen beispielsweise keine Einschränkungen an, obwohl sich die Person gestresst fühlt, raten wir unter Umständen auch zu Cortisol-Tests unter ärztlicher Aufsicht. So gehen wir dann neben dem Training noch eine Stufe weiter im Coaching.

 Welche überraschenden Daten habt ihr mit Omegawave erfasst?

TK: Spannend ist es, wenn die Leute zu wenig schlafen. Dann sieht man teilweise Extrasystolen trotz einer sonst guten HRV und grünen Werten (im Fenster der Trainierbarkeit). Man kann in den Omegawave-EKG-Daten sehr genau erkennen, dass eventuelle Extrasystolen Hinweise auf eine eingeschränkte Leistungsbereitschaft geben. Das sind dann Kleinigkeiten, die man aber als Trainer erkennen muss und die im Personal Coaching den Unterschied machen.

Wie gehst mit Leuten um, bei denen die Omegawave-Daten nicht mit dem subjektiven Empfinden einhergehen?

TK: Letztlich ist es so, dass wir hier als Trainer schon eine extrem hohe Reputation haben. Wenn wir Leuten Ratschläge geben, dann hören sie in der Regel auch auf uns. Die Omegawave-Daten fließen auch stets ins Coaching mit ein und geben uns nicht nur die Möglichkeit unsere Maßnahmen zu rechtfertigen, sondern auch, falls nötig, die richtigen Fragen zu stellen, bspw.: Wie sieht es mit deinem Schlafmanagement aus, wie mit der Ernährung? Können wir da gegebenenfalls noch irgendetwas verbessern? Letztendlich können wir dann schauen, ob die vorgenommen Interventionen langfristig zu Erfolgen führen. Dies können wir dann mithilfe der Trendanalyse der Omegawave-Daten nachvollziehen. Diese Entwicklung gleichen wir dann auch mit dem jeweiligen subjektiven Belastungsempfinden ab. Wir reden hier von einem Energiefass von 0-100 % und welches das momentane Gesamtempfinden einer Person beschreibt. Somit wollen wir den Trainierenden ein gewisses „Fahrgefühl für den eigenen Körper“ vermitteln, damit diese noch effizienter und nachhaltiger ihre Ziele erreichen können. In Zukunft hoffen wir auch, die objektiven Omegawave- und subjektiven Empfindungsdaten in eine eigene App zu integrieren.

Autor

Torsten Amstein

Torsten Amstein ist Customer Relationship Manager und Performance Specialist bei Omegawave. Neben der Arbeit mit Athleten und Trainern, hält er sich selbst mit Fußballspielen und vielen anderen Sport-und Outdooraktivitäten fit. Zudem besitzt er einen Masterabschluss in Sportwissenschaften. Vernetze dich mit ihm über LinkedIn